Werkzeugkoffer #
Der Begriff „Werkzeugkoffer“ bezeichnet eine Sammlung von Hilfsmitteln, die im Rahmen einer Energieeffizienzberatung in Handwerksbetrieben eingesetzt werden können. Ziel ist es, energetische Schwachstellen im Betrieb sichtbar zu machen, das Bewusstsein für Energieeinsparpotenziale zu schärfen und konkrete Maßnahmen zur Effizienzsteigerung abzuleiten.
Diese Hilfsmittel unterstützen die energetische Bestandsaufnahme, die Schwachstellenanalyse und die Entwicklung eines individuellen Energiekonzepts. Darüber hinaus dienen sie der Dokumentation des Ist-Zustands und der Erfolge umgesetzter Maßnahmen. Der Werkzeugkoffer ist somit ein zentrales Instrument zur Qualitätssteigerung in der Energieberatung und zur Förderung nachhaltiger Betriebsführung im Handwerk.
Er kann flexibel an unterschiedliche Branchen und Betriebsgrößen angepasst werden und ermöglicht eine praxisnahe, anschauliche Beratung. Durch die Kombination technischer, visueller und didaktischer Elemente wird die Umsetzung von Effizienzmaßnahmen im Betrieb erleichtert und beschleunigt.

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Messgeräte #
Thermografiekamera #
Die Thermografiekamera dient zur berührungslosen Messung von Temperaturverteilungen auf Oberflächen.
Einsatzzweck
Dabei wird nicht die Temperatur direkt gemessen, sondern die Intensität der elektromagnetischen Strahlung einer Oberfläche im Infrarotbereich erfasst.
Typische Einsatzbereiche sind:
- Aufspüren von Wärmebrücken in der Gebäudehülle
- Erkennen von Undichtigkeiten bei Fenstern, Türen und Toren
- Identifikation von Schwachstellen in Kühl- und Frosträumen
- Kontrolle von ungenügend gedämmten Heizungs- oder Warmwasserleitungen
- Aufdeckung von Defekten an Photovoltaikanlagen
- Diagnose von elektrischen Problemen, z. B. in Schaltschränken oder Antrieben
Die Kamera ermöglicht eine schnelle Lokalisierung potenzieller Problembereiche zur weiteren Analyse.

© Handwerkskammer zu Leipzig
Allgemeine Hinweise zur Messung

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Für exakte Temperaturmessungen müssen Parameter wie Emissionsgrad und Lufttemperatur berücksichtigt werden.
Bei der visuellen Lokalisierung von Problemen kann die genaue Temperatur vernachlässigt werden.
Typische Emissionsgrade:
- Beton, Holz, Ziegel, Putz: ca. 0,93–0,94
- Metalle wie Aluminium oder Kupfer: sehr niedrig (0,02–0,04)
Thermogramm-Einstellungen:
- Temperaturbereich (Span) und Temperaturniveau (Level) müssen bekannt sein, da sie die Aussagekraft des Bildes bestimmen.
- Diese Werte werden vom Nutzer festgelegt und können auch nachträglich angepasst werden.

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Aufnahmebedingungen:
- Außenaufnahmen vor Sonnenaufgang durchführen, um Sonnenreflexionen zu vermeiden.
- Reflektierende Oberflächen (z. B. Glas, Metall) liefern nur eingeschränkt verwertbare Ergebnisse.
Technische Empfehlung:
- Eine Kamera mit mind. 320×240 Pixeln und einer thermischen Auflösung < 0,06 mK ist für viele Anwendungen ausreichend.
Tipp: Innen- und Außenaufnahmen kombinieren, da Schwachstellen nicht immer von beiden Seiten sichtbar sind.
Emissionsgradkorrektur:
- Entweder durch Aufbringen eines bekannten Materials (z. B. Kreppband) oder durch Abgleich mit einem Anlegethermometer.
Ergebniserwartung / Interpretation
- Ohne korrekte Einstellungen (Span/Level) sind Thermogramme nicht interpretierbar – sie bleiben dann lediglich „bunte Bilder“.
- Reflexionen und falsche Emissionsgrade können zu Fehlinterpretationen führen.
- Eine sorgfältige Kalibrierung und Kenntnis der Materialeigenschaften sind entscheidend für eine valide Auswertung.
- Die Thermografie liefert qualitative und quantitative Hinweise auf energetische Schwachstellen, die als Grundlage für gezielte Maßnahmen dienen können.
Tipps
Luxmeter #
Ein Luxmeter misst die Beleuchtungsstärke an einem bestimmten Punkt, unabhängig von der Lichtquelle.
Einsatzzweck
Die Einheit der Messung ist Lux (Lichtstrom pro Flächeneinheit). Es wird vor allem eingesetzt, um überdimensionierte oder ineffiziente Beleuchtung an Arbeitsplätzen zu identifizieren.
Besonders wichtig ist die Berücksichtigung der Spektralcharakteristik verschiedener Lichtquellen (z. B. LED vs. Glühlampe), da diese die Messergebnisse verfälschen können.
Moderne Luxmeter sollten daher eine automatische Korrektur oder Auswahlmöglichkeit für unterschiedliche Lichtquellen bieten. Im Handwerk liegt das Einsparpotenzial durch optimierte Beleuchtung bei 15–25 %.

© Handwerkskammer zu Leipzig
Allgemeine Hinweise zur Messung
- Der Detektor muss senkrecht zur Lichtquelle ausgerichtet sein.
- Bei Temperaturwechseln (z. B. von kalt zu warm) sollte man 15–30 Minuten vor der nächsten Messung warten.
- Um nur die Beleuchtungsanlage zu messen, sollte deren Betrieb während Dunkelstunden simuliert werden.
- Reflektierende Kleidung oder Flächen können die Messung verfälschen.
- Verschmutzte Leuchten beeinträchtigen die Messung – ggf. vorab reinigen.
- Bei geschlossener Detektorklappe sollte das Gerät 0,0 Lux anzeigen – ggf. nachkalibrieren („Zero“-Funktion).
Ergebniserwartung / Interpretation
Die gemessenen Werte sollten mit den Richtwerten nach DIN 5035 Teil 2 verglichen werden.
Einige Beispiele sehen sie auf der Tabelle:
Über den Richtwerten: Austausch gegen energieeffizientere Leuchtmittel prüfen.
Unter den Richtwerten: Beleuchtungskonzept überarbeiten (mehr oder leistungsstärkere Leuchten nötig).
| Raum / Tätigkeit | Beleuchtungsstärke [lux] |
| Feinstmontage, Feinmechanik | 1000 |
| Präzisionsarbeiten | 750 |
| Büro-/Laborarbeiten | 500 |
| Schweißen | 300 |
| Pausen-/Sanitärräume | ≤ 200 |
| Lagerräume mit Suchaufgabe | 100 |
| Verkehrswege in Gebäuden | ≤ 100 |
Tabelle: Richtwerte der Beleuchtungsstärken für Arbeitsstätten
[DIN 5035 Teil 2]
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Tipps
Infrarotthermometer #
Das Infrarotthermometer dient zur berührungslosen Messung von Oberflächentemperaturen.
Einsatzzweck
Das Gerät ermöglicht Temperaturmessungen im Bereich
von –50 °C bis +800 °C.
Es eignet sich besonders für:
- Diagnosen bei Heizungs- und Lüftungsproblemen
- Temperaturmessungen im Wärme- und Kältebereich
- Erkennung von Motorverschleiß über Lagertemperaturen
- Fehlersuche in Dampfsystemen und Kondensatabscheidern
- Analyse elektrischer Schaltanlagen
- Überprüfung der Isolation an Rohrleitungen
Das Messverhältnis von 20:1 erlaubt sichere Messungen aus größerer Entfernung bei einer Genauigkeit von ±1 °C.

© Handwerkskammer Hamburg
Allgemeine Hinweise zur Messung
Für präzise Ergebnisse bei der Infrarotmessung sollten folgende Punkte beachtet werden:
- Möglichst nah und sicher an das Messobjekt herangehen
- Bei reflektierenden Oberflächen eine dünne Farbschicht (z. B. Kreidespray) oder Klebeband auftragen
- Emissionsfaktor ggf. anpassen
- Umgebung auf andere infrarotstrahlende Objekte (z. B. Sonne) prüfen
Ergebniserwartung / Interpretation
Die Messungen mit dem Infrarotthermometer ermöglichen:
- Erkennung von Wärmeverlusten zur Senkung von Energiekosten und Erhöhung der Arbeitssicherheit
- Sensibilisierung für energetische Schwachstellen in Anlagen und Gebäuden
- Visualisierung von Wärmequellen in klimatisierten Räumen
- Dokumentation von Einsparerfolgen durch Vorher-Nachher-Vergleiche bei Optimierungen
Tipps
Leistungs- und Energierecorder #
Der Leistungs- und Energierecorder dient der Messung von Strom, Spannung, Leistungsaufnahme und Energieverbrauch in elektrischen Installationen.
Einsatzzweck
Er kann sowohl für ganze Betriebe als auch für einzelne Maschinen und Geräte eingesetzt werden.
Ziel ist es, energetische Einsparpotenziale zu identifizieren, Lastspitzen zu vermeiden und Fehlerquellen wie „stille Verbraucher“ zu erkennen.
Zudem unterstützt er bei der Kalkulation des Energieverbrauchs pro Produktionsschritt oder Maschine und dokumentiert Einsparerfolge durch Vorher-Nachher-Vergleiche.

Allgemeine Hinweise zur Messung

Der Anschluss des Recorders darf nur durch qualifiziertes Fachpersonal erfolgen.
Sicherheitsvorschriften und Herstellerangaben sind vor dem Anschluss der Stromwandler zu beachten; die Fließrichtung des Stroms (Pfeilrichtung) ist entscheidend für korrekte Messwerte.
Vor Beginn der Messung sollte das Gerät so konfiguriert werden, dass nur relevante Parameter aufgezeichnet werden, um unnötig große Datenmengen zu vermeiden.
Der Recorder muss passend zum Versorgungsnetz (1-, 2- oder 3-phasig) eingestellt werden.
Größte Energieverbraucher sollten zuerst identifiziert werden, da hier die größten Einsparpotenziale liegen.
Eine Plausibilitätsprüfung durch Abgleich mit dem Hauszähler und den Nennleistungen der Maschinen wird empfohlen.
Die zugehörige Software hilft bei der Visualisierung und Interpretation der Messdaten.

Ergebniserwartung / Interpretation
- Die berührungslose Messung über Adapter ermöglicht eine einfache Erfassung von Geräten mit Netzstecker (16–32 A).
- Die Kenntnis über den Energieverbrauch im Unternehmen ist essenziell für gezielte Effizienzmaßnahmen.
- Die Auswertung des tatsächlichen Verbrauchs liefert wichtige Kennzahlen für Planung und Kontrolle.
- Die Analyse des Lastgangverlaufs (tages-, wochen-, monatsweise) hilft, Unregelmäßigkeiten zu erkennen und kostspielige Lastspitzen zu vermeiden.
Tipps
Energie-Cam #
Die EnergyCam dient der automatisierten Erfassung von Verbrauchsdaten mechanischer Rollenzähler.
Einsatzzweck
Mechanischer Rollenzähler sind z. B. Ferrariszähler, Balgengaszähler, Wasser-, Öl- und Betriebsstundenzähler.
Mithilfe eines Kamerasensors und eines OCR-Algorithmus werden die Zählerstände optisch erfasst, in numerische Werte mit Zeitstempel umgewandelt und gespeichert.
Die Ableseintervalle sind flexibel (1 Minute bis 1 Stunde), bis zu 10.000 Messwerte können gespeichert und als CSV-Datei exportiert werden. Die Daten lassen sich per Bus oder Funk übertragen.
Eine unterbrechungsfreie Umrüstung zu einem Smart Meter ist möglich – manuelles Ablesen entfällt.

© Handwerkskammer für Ostthüringen
Allgemeine Hinweise zur Messung

(Verschiebung nach unten nötig)
© Handwerkskammer für Ostthüringen
Vor der Nutzung muss die EnergyCam mit der Software ECWin konfiguriert werden (z. B. Zählertyp, Ableseintervall).
Wichtig ist die Sauberkeit von Zählerglas und Kameralinse.
Die Montage erfolgt direkt über dem Zähler, wobei rote Pfeile die Ausrichtung und ein grüner Punkt die korrekte Position anzeigen.
Die Befestigung erfolgt mit Klebepads. Die Stromversorgung kann über Batterie oder LAN-Kabel erfolgen.
Ergebniserwartung / Interpretation
Die erfassten Daten ermöglichen eine verbesserte Effizienzkontrolle und Dokumentation der angeschlossenen Anlagen.
Die Ablesung wird automatisiert, schneller und genauer.
Eine detaillierte Auswertung (inkl. Diagrammen) ist in MS Excel möglich.
Der Personalaufwand sinkt, ebenso wie potenzielle Ausfallkosten, da z. B. keine Unterbrechung der Stromversorgung nötig ist.

© Handwerkskammer für Ostthüringen
Tipps
Ultraschallgerät zur Leckageortung #
Ultraschallgeräte dienen der Ortung verschiedenster Leckagen – etwa in Druck-, Vakuum- oder Gasleitungen.
Einsatzzweck
Das austretende Gas erzeugt Ultraschallgeräusche, die für das menschliche Ohr nicht hörbar sind.
Diese werden von einer Sonde aufgenommen, in hörbare Töne umgewandelt und sowohl akustisch über Kopfhörer als auch visuell auf einem Display dargestellt.
Neben der Lecksuche in Druckluftsystemen eignet sich das Gerät auch für mechanische (z. B. Lager, Schmierung) und elektrische Inspektionen (z. B. Schaltanlagen, Isolatoren, Transformatoren).

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Allgemeine Hinweise zur Messung
- Vor der Messung sollten Fenster und Türen geschlossen werden; laufende Arbeitsprozesse müssen nicht unterbrochen werden.
- Bei Störgeräuschen durch andere Ultraschallquellen kann man den eigenen Körper oder ein Hilfsmittel (z. B. Klemmbrett) als Abschirmung nutzen.
- Die Sonde wird auf den Prüfbereich gerichtet; je näher man der Leckage kommt, desto lauter wird das Signal.
- Falls kein Ton hörbar ist, aber ein Signal angezeigt wird, sollte die Lautstärke erhöht werden.
- Die lauteste Stelle wird als Leckagepunkt markiert (z. B. mit Etiketten) und dokumentiert.
- Mit spezieller Software lassen sich Kosten- und Ursachenanalysen für die Lecks durchführen.
Ergebniserwartung / Interpretation
- Typische Leckstellen in Handwerksbetrieben sind Ventile, Schaltkomponenten, Zylinder, Kupplungen, Rohrverbindungen, Schläuche und korrodierte Leitungen.
- Ein hörbares Pfeifen weist auf eine Leckage hin.
- Hochsensible Geräte wie das UE Systems 3000 können Lecks von nur 0,1 mm Größe aus bis zu 15 m Entfernung erkennen.
- Die wirtschaftlichen Auswirkungen sind erheblich: Ein 1 mm großes Leck kann jährlich rund 560 € kosten, ein 10 mm großes sogar über 73.000 € (bei 6.000 Betriebsstunden und 14 ct/kWh).
- Jeder zusätzliche bar Druckerhöhung durch Leckagen erhöht den Energiebedarf des Kompressors um 6–10 %.
Tipps
Feuchte- und Temperatur-Datenlogger #
Der LogTag® HAXO 8 Datenlogger dient der kontinuierlichen Überwachung von Lufttemperatur und Luftfeuchtigkeit.
Einsatzzweck
- Kühlketten-Monitoring bei Lebensmitteln, medizinischen Produkten und Pharmazeutika.
- Transportüberwachung verschiedenster Güter.
- Kontrollzwecke im Heizungs- und Lüftungsbau, in der Landwirtschaft, Tierhaltung, Umwelttechnik und Pflanzenzucht.
- Anwendungen reichen von einfacher Heizraumüberwachung bis hin zu regulierten pharmazeutischen Anwendungen.
- Ziel ist eine kostengünstige, einfache und schnelle elektronische Aufzeichnung von Temperatur- und Feuchtigkeitswerten.

Allgemeine Hinweise zur Messung

Der Logger kann bis zu 8.000 Messwerte im Bereich von
0–100 % r. F. und –40 °C bis +85 °C aufzeichnen.
Vertikale Montage wird empfohlen, um Kondenswasserbildung auf dem Filter zu vermeiden.
Die Konfiguration erfolgt über das LogTag® LTI-Interface, das per USB an den PC angeschlossen wird.
Die USB-Treiberinstallation erfolgt automatisch beim Anschluss.
Es können individuelle Einstellungen wie Messintervall, Alarmgrenzen, optische Alarme und kontinuierliche Speicherung vorgenommen werden.
Die Konfiguration kann auf mehrere Logger übertragen werden.
Die Auswertung erfolgt mit der LogTag® Analyzer Software.

Ergebniserwartung / Interpretation
- Die Messergebnisse werden in der Software grafisch, tabellarisch oder zusammenfassend dargestellt.
- Der Report enthält Informationen zu:
- Alarmstatus
- Loggerdaten und -einstellungen
- Messdaten (Datum, Uhrzeit, erste/letzte Messung, Anzahl, Temperatur, Luftfeuchtigkeit)
- Alarmgrenzen (oberer/unterer Wert)
- Es besteht die Möglichkeit zur automatischen Datensicherung und zum Export in verschiedene Formate.

Tipps
Smartmeter – Zähler mit Leistungsmessung #
Zähler mit Leistungsmessung (sogenannte Lastgangzähler) werden in Unternehmen mit höherem
Stromverbrauch (ca. 30.000–100.000 kWh/Jahr) eingesetzt.
Einsatzzweck
Sie erfassen nicht nur die verbrauchte elektrische Arbeit, sondern auch die Lastabnahme in 15-Minuten-Intervallen.
Auch wenn kein Leistungspreis im Stromvertrag enthalten ist, können solche Zähler installiert sein, um den Lastgang aufzuzeichnen.
Dies dient der genaueren Abrechnung und Analyse des Stromverbrauchs.

Allgemeine Hinweise zur Messung

Die Energieversorger stellen auf Anfrage die gemessenen Lastwerte tabellarisch zur Verfügung.
Aus diesen Daten wird eine Jahresdauerlinie erstellt, die Rückschlüsse auf die Auslegung von KWK-Anlagen (Kraft-Wärme-Kopplung) erlaubt.
Tageslastgänge zeigen typische Verbrauchsmuster und helfen, Lastspitzen oder Grundlastverbräuche zu identifizieren.
Die Analyse kann Optimierungspotenziale in Arbeitsprozessen und beim Einsatz von Photovoltaikanlagen aufzeigen.
Besonders der Grundlastverbrauch (z. B. nachts oder an Feiertagen) kann auf stille Verbraucher oder unnötige Standby-Verbräuche hinweisen.

Ergebniserwartung / Interpretation
Die Interpretation von Lastgängen setzt voraus, dass Produktionsabläufe und Nutzerverhalten in dem be-
trachteten Zeitraum bekannt sind. Fehlen Informationen z.B. über Baumaßnahmen, Sonderschichten, Unter-
brechungen, Veränderungen bei Maschinen oder Mitarbeitern etc. ist eine Analyse nicht oder nur mit Ein-
schränkungen möglich.
Allgemeingültige Richtwerte für „akzeptabel“ Lastspitzen oder Grundlasten gibt es nicht. Zur Berechnung der
Kosteneinsparungen werden die jeweiligen Versorgungsverträge benötigt. Für eine Überschlägige Abschät-
zung kann angesetzt werden:
Tipps
Informationen zu Netznutzungsentgelten und vertragsrechtlichen Grundlagen für Stromverträge und
lastbezogenen Strompreisbestandteile im Internet z.B. unter www.bundesnetzagentur.de
Weitere Geräte #
- Laser-Entfernungsmesser – zum Erfassen von Entfernungen, Flächen und Volumen
- Fotoapparat oder Digitalkamera (ggf. Smartphone) zur Fotodokumentation oder für kurze Videosequenzen
- Taschenlampe um dunkle Ecken zu beleuchten
- Durchflussmesser oder Messbecher und Stoppuhr für Wasserverbrauchsmessung
- Laptop (ggf. plus Beamer) zur Lastganganalyse
- Videoendoskop überträgt mit einer integrierten Kamera und Lichtquelle Live-Videobilder auf einen Monitor (dient der visuellen Darstellung von Schwachstellen)
- Reifendruckmessgerät – Energetische Schwachstellen sichtbar machen und konkrete Maßnahmen ableiten
- Ultraschall-Durchflussmessgerät bestimmt den Volumen- oder Massenstrom eines Fluids (z. B. Wasser, Öl, Gas) in einer Rohrleitung mithilfe von Ultraschallwellen – berührungslos und ohne bewegliche Teile
- Leckagespray oder Leck-Such-Spray zur visuellen Ortung von Undichtigkeiten
- Endoskopkamera – um schwer zugängliche Bereiche visuell zu inspizieren
- Kreidespray zum visuellen Demonstrieren von energetischen Schwachstellen