Fleischerei

Energieverbrauch im Detail #

Je nach Produktportfolio ist auch der Maschinenpark der Fleischereien sehr unterschiedlich. Viele Firmeninhaber wissen zwar ungefähr, wie lange ihre Maschinen laufen, aber können keine genauen Aussagen zu ihrem tatsächlichen Energieverbrauch machen. Die Maschinen laufen zum überwiegenden Teil nicht mit der Last, die auf dem Typenschild vermerkt ist. Für genaue Werte sind zumindest zeitweilige Messungen unerlässlich.

Vielfach lässt sich Energie bereits einsparen, wenn Arbeitsabläufe optimiert werden und die Maschinen ordnungsgemäß gewartet und instandgehalten werden. Nach betrieblichen Umstrukturierungen sind die Angemessenheit und Dimensionierung von Versorgungsanlagen zu überprüfen.

Den signifikantesten Einfluss auf die produktionsspezifische Energieeffizienz haben:

  • die Auslastung der Anlagen (Teillastbetrieb und teilweise Beschickung)
  • Anlagenverfügbarkeit
  • Wirkungsgrad / Effizienz der Maschinen und Kälteanlagen
  • das Nutzerverhalten

Im Bereich der Kälteanlagen bzw. der Kälteanwendungen sind oft die größten Einsparpotentiale zu finden, aber auch im Bereich der Warmwasserbereitung (i.V.m. Wärmerückgewinnungsmöglichkeiten) und bei Koch- und Backprozessen. Im nachfolgenden wird auf die entsprechenden Hauptverbraucher und mit ihnen verbundene Ansatzpunkte zur Steigerung der Energieeffizienz näher eingegangen.

EnergieverbrauchsbereichEinsparpotentialRelevanz
Kälte / Kühlung
15 %Hoch
Heizung / Warmwasser25 %Hoch
Kochen, Garen, Backen und Räuchern10 %
Hoch
Beleuchtung25 % Hoch
Elektrische Antriebe10 %Mittel
Raumlufttechnische Anlagen10 %Mittel
Pumpen15 %Mittel
Druckluft15 %Gering

Weitere Informationen finden Sie bei dem Querschnittsthema Kältetechnik.

Bezugnehmende Querschnittsthemen #

Kälteversorgung

Funktion und Beschreibung

  • Kälteversorgung für Lagerprozesse: Kühlräume (Normalkühlung 0–5°C und Tiefkühlung bis –25°C)
  • Kälteversorgung von Reiferäumen, Universal- und Räucheranlagen (kälteversorgungsgestützte Klimatisierung zwischen +10°C und 20°C, Kühlung und Entfeuchtung)
  • üblicherweise Einsatz von strombetriebenen Kompressionskältemaschinen, seltener in Großbetrieben wärmeenergiegetriebene Sorptionskältemaschinen
  • Anlagen mit eigenen Verflüssigungsstätten (siehe Darstellung) bis hin zu Verbundanlagen zur Versorgung mehrerer Kälteverbraucher
Bild einer Kälteanlage
Quelle: Landhof GmbH Münchenbernsdorf

Energetische Kenndaten

Mögliche Einsparpotenziale
  • Energetische Verbesserungspotenziale bestehen hinsichtlich der fleischerwerkspezifischen Anwendungen, insbesondere durch die energieoptimierte Nutzung der zur Verfügung gestellten Kälte durch die Einstellung und Regelung Temperatur- und Feuchterparameter und durch andere energetische Gesichtspunkte – weitere Hinweise siehe fleischerwerkspezifische Anlagen im Bereich Räucherei und Reifung
  • Energieeffizientmaßnahmen im Bereich der Kälterzeugung und -verteilung werden im Leitfaden der Querschnittstechnologie „Kältetechnik“ dargestellt und bewertet

Wärmeversorgung

Funktion und Beschreibung

  • Gebäudeheizung und Warmwasserbereitung (für Kochkessel,
    Reinigung, Sanitär)
  • Wärmeversorgung für Produktionsprozesse: indirekt beheizte
    Koch- und Räucheranlagen (zur Erzeugung von Dampf)
Bild einer Heizungsanlage mit Warmwasserspeicher für andere Anwendungen
Quelle: Fleischerei Lindig Kröpla

Energetische Kenndaten

  • Anlagen zur Wärmeerzeugung stellen branchenübergreifende Technologien dar, die im Leitfaden der Querschnittstechnologie „Heizung / Klima / Lüftung“ detailliert energetisch und funktional beschrieben werden
Mögliche Einsparpotenziale
  • Energetische Effizienzmaßnahmen im Bereich der Wärmeversorgung und -verteilung werden im Leitfaden der Querschnittstechnologie „Kältetechnik“ dargestellt und bewertet
  • besondere Einsparpotenziale zur Reduzierung des Energieeinsatzes für die Wärmeversorgung bestehen das Weiteren durch:
    – Einsatz von Kraft-Wärme-Kopplung und Solarthermie, wie im Leitfaden „Solartechnik“ und „Kraft-Wärme-Kopplung“
    beschrieben
    – Wärmerückgewinnung, insbesondere aus Kälteerzeugung und Abwasser, wie im Leitfaden „Abwärmenutzung“ beschrieben

Weitere Informationen finden Sie bei dem Querschnittsthema Solartechnik

Weitere Informationen finden Sie bei dem Querschnittsthema Kraft-Wärme-Kopplung

Weitere Informationen finden Sie bei dem Querschnittsthema Abwärmenutzung

Weitere Informationen finden Sie bei dem Querschnittsthema Heizung / Klima / Lüftung

Kochen, Garen, Backen und Räuchern #

Kochkessel

Funktion und Beschreibung

  • Garen und Brühen von Würsten, aber auch anderer Fleischwaren
  • Kochen und Garen sind energieintensive Arbeitsvorgänge in der Fleischerei – wichtig für den Prozess des Erreichens der notwendigen Kerntemperatur, die je nach Wurstart zwischen 70°C und 90°C liegt und zwischen 20 bis 30 Minuten gehalten werden muss
  • Volumen meist zwischen 200 und 1.000 Litern
  • oft nicht ein großer Kochkessel im Einsatz, sondern mehrere kleine Einheiten zwischen 200 und 400 Litern
  • bei Volumen von ≥ 1.000 Litern bzw. großen Produktionsmengen werden Kochschränke oder Kochkammern eingesetzt
  • direktbefeuerte Kochkessel sind an einer Abgasanlage angeschlossen
Quelle: Landhof GmbH – Münchenbernsdorf
Mögliche Einsparpotenziale
Maßnahmen bei NeuanschaffungVoraussetzung / AusgangslageErläuterungEinsparpotenzial
brennstoff- statt strombehiezte Anlagen
hohe Planauslastung; fürAnlagen zur Hochlastabdeckung u.U. elektrische Anlage zu favorisierenweiteres Einsparpotential stellt deie Senkung der Stromlastspitzen darEnergiekosten-
einsparpotential ca. 60%
Kessel- und Deckeldämmungmöglichst hohe PlanauslastungSenkung der Wärmeverluste im Anlagenbetriebmittelfristig
Kerntemperaturregelung (Differenztemperatur-
regelung zw. Produktkern und Wärmeträger)
Herstelleroption
produktspezifischer, kerntemperatur-
geführter Kochvorgang führt zu optimaler Koch-
temperaturregelung
mittelfristig
Technische Maßnahmen im Bestand Voraussetzung / AusgangslageErläuterungEinsparpotenzial
Anlagenaufstellung Platzbedarf Kochkessel in einem Raum ohne Kühlanforderungen aufstellen, Nutzung gegenseitiger Wärmeabstrahlungkurzfristig
Organisatorische Maßnahmen Voraussetzung / AusgangslageErläuterungEinsparpotenzial
Reduzierter WasserinhaltWasserinhalt bezüglich Kochgutmenge zu hochproduktionsmengen- angepasster Wasserinhalt reduziert Aufheizzeiten und Energieeinsatz für Temperaturhaltensofortige Energieeinsparung
Deckel schließenKochkessel werden offen betriebenein bedeutender Energieanteil geht mit Wasserdampf verloren und führt zu zusätzlicher Raumwärmebelastungsofortige Energieeinsparung, einzelfallbezogen bis zu 75% Einsparung möglich
Warmwasserbefüllungbei elektrischem Kochkessel Warmwasser aus nicht-elektrischer Heizung bzw. grundsätzlich aus Wärmerückgewinnung reduzierte Aufheizzeiten und entsprechender Energieeinsatzsofort
Anlagenauslastung erhöhenLeerlaufzeiten der Anlagen zwischen KochprozessenVermeidung Warmhaltezeiten und damit verbundenem Energieeinsatzsofort
Kochtemperatur-
management
Produkte mit unterschiedlichen Koch- und GartemperaturenProduktionsreihenfolge mit fallender Temperatur festlegen, Kochtemperaturen optimieren sofort

Koch- und Bratkammern

Funktion und Beschreibung

  • für Garen, Brühen, Kochen und Braten
  • Kochen mit feuchter Luft oder gesättigten Wasserdampf
  • kontinuierliche Umwälzung der Kochatmosphäre erzeugt homogene Wärmeverteilung
  • Beschickung mit bodenfahrenden Wagen
  • Geräteinsatz für vornehmlich kontinierliche Produktion
  • Kochkammern können auch mit einem Raucherzeuger ausgestattet sein, mit dem nach dem Kochprozess gleich geräuchert werden kann – (siehe Rauchkammer)
  • direktbefeuerte Anlagen müssen an eine Abgasanlage angeschlossen werden
  • dampfbeheizte Anlagen verfügbar, dann Zusatzheizung (Strom / Gas) für Braten
Quelle: Fleischerei Lindig – Krölpa
Mögliche Einsparpotenziale
Maßnahmen bei NeuanschaffungVoraussetzung / AusgangslageErläuterungEinsparpotenzial
brennstoff- statt strombehiezte Anlagen
hohe Planauslastung; fürAnlagen zur Hochlastabdeckung u.U. elektrische Anlage zu favorisierenweiteres Einsparpotential stellt deie Senkung der Stromlastspitzen darEnergiekosten-
einsparpotential ca. 60%
AnlagenisolierungHerstelleroptionmöglichst hohe Isolierstandards, besonders bei hohen Temperaturanwendungen (Braten)mittelfristig
Energieeffiziente Anlagensteuerung – u.a. Kerntemperaturregelung (Differenztemperatur-
regelung zw. Produktkern und Wärmeträger)
Herstelleroption genaue produktspezifische Regelung von Produktionsparametern, kerntemperaturgeführter Kochvorgang führt zu optimaler Kochtemperaturegelung mittelfristig
Umluft, Luftführungs- und Luftmengenregelung Herstelleroptionen
Drehzahlregelung für Ventilatoren zur bedarforientierten Leistungsanpassung, gezielte Lüftführung für gleichmäßiges Produktionsergbnis und kürzere Verarbeitungszeitenmittelfristig
Technische Maßnahmen im Bestand Voraussetzung / AusgangslageErläuterungEinsparpotenzial
n/an/an/an/a
Organisatorische Maßnahmen Voraussetzung / AusgangslageErläuterungEinsparpotenzial
Anlagenauslastung erhöhen (Produktionplanung)Leerlaufzeiten und Unterbelegung der Anlagen zwischen KochprozessenVermeidung Warmhaltezeiten und damit verbundenem Energieeinsatz, Vollbelegung senkt spezifischen Energieeinsatzsofort

Räucherkammern

Funktion und Beschreibung

• Räuchern zur Produktkonservierung.- aromatisierung
• externe und kammerintegrierte Raucherzeungssysteme
(Glimm-, Reibe oder Flüssigrauch)
Universalanlage / Kombikammer
• Anlagen mit allen kombinierten Funktionen von Koch- und
Räucherkammern sowie Reiferäumen
• Kombinationsfunktionen Garen, Brühen, Kochen, Braten
(siehe Kochkammern), Abkühlen, Räuchern, Reifen (siehe
Verbraucher / Verbrauchergruppe: Kälteversorgung)

Quelle: HWK-Südthüringen BTZ Rohr-Kloster

Energetische Kenndaten

• Kammerheizung über Strom, Dampf oder Direktbefeuerung (Gas, Öl)
• Stromeinsatz für Raucherzeuger, Kühlung, MSR und Peripherie

Kalträuchern
Typische Produkte: Schinken, Roh- und Dauer-, Kochwurst
Rauchtemperatur: 15 bis 20 °C
Räucherzeit: mehrere Tage bis ca. 6 Wochen
Räuchermittelverbrauch: 150 g / kg Ware
Prozesswärme: nicht erforderlich, evtl. Kühlung über anlageneigene Kältemaschine, oder Anschluss an bauseitig vorhandene

Warmräuchern
Typische Produkte: Mettenden, Schweinebauch, Bauernbratwurst
Rauchtemperatur: 25 bis 50 °C
Räucherzeit: 2 bis 24 Stunden
Räuchermittelverbrauch: 3 bis 12 g / kg Ware
Prozesswärme: erforderlich, bei Strom 35 kWh / 100 kg | bei Erdgas 40 kWh / 100 kg

Heißräuchern
Typische Produkte: Kasseler, Brühwürstchen
Rauchtemperatur: 50 bis 80 °C
Räucherzeit: 10 Minuten bis 3 Stunden
Räuchermittelverbrauch: 3 bis 12 g / kg Ware
Prozesswärme: erforderlich, bei Strom 20 kWh / 100 kg | bei Erdgas 24 kWh / 100 kg

Quelle:
Bayer. Landesamt für Umwelt (Hrsg.): Energiesparen in Metzgereien, Augsburg, 2007
Bundesverband der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft e.V.: Erdgas in Fleischereien, 10117 Berlin, 2004

Mögliche Einsparpotenziale

Räucherkammern als eigenständige Systeme bieten im Zuge der je nach Räucherverfahren erforderlichen Temperaturen energetische Verbesserungspotenziale bei der Wärmeversorgung und der Kühlung.
Da Räucherkammern in Handwerksbetrieben oft als Kombinations- bzw. Universalanlagen installiert werden, sind bei Neuanschaffungen die Ansatzpunkte für Koch- und Bratkammern u. U. mit zu beachten.
Die möglichst genaue Regelung von Temperatur- und Feuchteparametern entsprechend der jeweiligen Produktanforderungen stellt auch im Räucherbetrieb ein grundsätzliches Energieeffizienzpotenzial dar.
Bei verschiedenen Räuchertechnologien, die im abluftreduzierenden Umluft-Frischluft-Betrieb gefahren werden, entstehen zusätzliche Energieaufwendungen durch die mit der Abluftabführung entstehenden Lufttemperatur- und Feuchteschwankungen. Aus energetischer Sicht sind hier Raucherzeugung und Räuchern in geschlossenen System vorteilhafter.

Maßnahmen bei NeuanschaffungVoraussetzung / AusgangslageErläuterungEinsparpotenzial
Universalanlage / KombikammerFlexible Produktionsanforderungen bei kleineren ChargenErhöhung der Anlagenauslastung bei wechselndem Produktportfolio mit unterschiedlichen Veredlungsverfahren durch Vereinigung aller notwendigen Funktionen in einer Anlagemittelfristig

Brat- und Backanlagen sowie Heißluftdämpfer

Funktion und Beschreibung

  • vornehmlich in Fleischereien, die einen Pausen- oder Partyservice anbieten
  • Weiterverarbeitung eigener Fleisch- und Wursterezeugnisse, ergänzt um Beilagen
  • Prozesstemperaturen bis über 200°C zum Garen, Braten, Backen
  • Heißluftdämpfer bieten als Zusatzfunktion die Verdampfung von Wasser und damit eine deutliche effektive Wärmeeintragung an das Produkt
  • Geräte mit einem Anschluss größer 14 kW müssen an eine Abgasanlage angeschlossen werden
Quelle: HWK-Südthüringen BTZ Rohr-Kloster

Energetische Kenndaten

• Geräte mit Hauptenergieversorgung über Strom- oder Gasanschluss
• Backanlagen von 10 bis 80 kW Gas, bzw. 8 bis 70 kW Strom
• Kombidämpfer von 12 bis 80 kW Gas, bzw. 10 bis 66 kW Strom

Reiferaum

Funktion und Beschreibung

  • bei der Rohwurstherstellung (z. B. Salami) spielt die Reifung und Trocknung eine wichtige Rolle
  • diese Produkte müssen nach lebensmittelrechtlichen Vorschriften bis zu einem bestimmten Restwassergehalt getrocknet werden
  • für die Qualität des Produktes ist es wichtig, dass die Wasserabgabe nicht zu schnell und gleichmäßig erfolgt, hierbei ist auch auf eine entsprechende Luftfeuchtigkeit zu achten
  • als Funktionsbestandteil von Universalanlagen kann der Reifeprozess auch durchgeführt werden (siehe Verbraucher / Verbrauchergruppe Räucherkammern) – je nach Betriebsgröße und Produktportfolio sind somit u. U. keine separaten Reiferäume vorhanden bzw. notwendig
Quelle: HWK-Südthüringen BTZ Rohr-Kloster

Energetische Kenndaten

• der wesentliche Energiebedarf von Reiferäumen entsteht durch den Klimatisierungsbedarf
• der Kältebedarf wird dabei über anlageneigene Verflüssiger Sätze oder zentrale Kältemaschinen zur Verfügung gestellt

Anlagen zur Kälteerzeugung stellen branchenübergreifende Technologien dar, die im Leitfaden der Querschnittstechnologie „Kältetechnik“ detailliert energetisch und funktional beschrieben werden.

Mögliche Einsparpotenziale

Für die energetischen Verbesserungspotenziale im Rahmen der Kälteerzeugung gelten die Ausführungen und Bewertungen im Leitfaden der Querschnittstechnologie „Kältetechnik“

Maßnahmen bei NeuanschaffungVoraussetzung / AusgangslageErläuterungEinsparpotenzial
Anlagenisolierung
Herstelleroptionmöglichst hoher Isolierstandard, besonders bei hohen Temperaturanwendungen (Braten)mittelfristig
Technische Maßnahmen im Bestand Voraussetzung / AusgangslageErläuterungEinsparpotenzial
Echtzeitüberwachung und regelung von Klimaspezifikationenmanuelle Steuerung der ReiferaumspezifikationenAutomatische Feuchteregelung und Temperaturregelung – neben energetisch v.a. qualitative Vorteilemittelfristig
Organisatorische Maßnahmen Voraussetzung / AusgangslageErläuterungEinsparpotenzial
Anlagenauslastung erhöhen (Produktionplanung)Leerlaufzeiten und Unterbelegung der Anlagen zwischen KochprozessenVermeidung Warmhaltezeiten und damit verbundenem Energieeinsatz, Vollbelegung senkt spezifischen Energieeinsatzsofort

Autoklaven

Funktion und Beschreibung

  • Autoklaven dienen zur Haltbarmachung durch Einkochen oder Konserverien von Wurst
  • in den Geräten werden meist solche Fleischprodukte haltbar gemacht, die sich später in verschlossenen Behältnissen (Glas/Dose) befinden
  • der Kochvorgang wird unter einem Betriebsdruck überlicherweise von 2,5 bar bis 5 bar durchgeführt
  • damit bewegt sich die Kochtemperatur mindestens bei ca. 130°C
  • das Kochen unter Druck erspart dabei ca. 70 % Kochzeit
Quelle: HWK-Südthüringen BTZ Rohr-Kloster

Energetische Kenndaten

• Gerätebeheizung über Strom, Gas, Öl oder Dampf möglich
• übliche Anschlusswerte für Strom bis 25 kW und Ergas 30 kW (380 Liter Kessel)

Mögliche Einsparpotenziale

Das Abwasser aus Autoklaven hat eine hohe Temperatur (~ 100°C). Bei einer Kessellentleerung geht die im Brauchwasser enthaltene Wärme verloren, weshalb eine Verwertung dieser Abwärme in Betracht gezogen werden sollte. Bei regelmäßigem Anfall großer Abwässermengen ist eine fest installierte Wärmerückgewinnung zur Heizungs- / Warmwasserbereitungs- unterstützung möglicherweise wirtschaftlich zu betreiben. Im Leitfaden „Abwärmenutzung“ werden entsprechende Energieeffizienzpotenziale erläutert.

Maßnahmen bei NeuanschaffungVoraussetzung / AusgangslageErläuterungEinsparpotenzial
Anlagenisolierung
Herstelleroptionmöglichst hoher Isolierstandard, besonders bei hohen Temperaturanwendungen (Braten)mittelfristig
Vollautomatische Computersteuerung, Kerntemperaturüberwachung HerstelleroptionEchtzeitregelung Kesseltemperatur, Sterilisationsüberwachung, Aufheiz-, Halte- und Abkühlphasen- steuerung, Datencontrolling für energieoptimalen Anlageneinsatz mittelfristig
Technische Maßnahmen im Bestand Voraussetzung / AusgangslageErläuterungEinsparpotenzial
n/a n/a n/a n/a
Organisatorische Maßnahmen Voraussetzung / AusgangslageErläuterungEinsparpotenzial
Anlagenauslastung erhöhen (Produktionplanung)Leerlaufzeiten und Unterbelegung der Anlagen zwischen KochprozessenVermeidung Warmhaltezeiten und damit verbundenem Energieeinsatz, Vollbelegung senkt spezifischen Energieeinsatzsofort

Be- und Verarbeitungsmaschinen #

Wolf / Mischwolf

Funktion und Beschreibung

  • der Wolf gehört zur Grundausstattung einer jeden Fleischerei
  • in den unterschiedlichsten Größenordnungen, je nach zu produzierender Menge
  • das zu verarbeitende Fleisch darf sich beim Wolfen nicht über 7 °C erwärmen (Kühlkette) – bei Bedarf muss hier mit einer zusätzlichen Kühlkette gearbeitet werden, die herstellerabhängig optional verfügbar ist
  • Mischer garantieren beim Mischen von Rohstoffen, z.B. vorzerkleinertem Fleisch mit Gewürzen und Hilfstoffen homogene Produkte bei kürzest möglichen Arbeitszeiten
Quelle: Landhof GmbH – Münchenbernsdorf

Energetische Kenndaten

• übliche Anschlusswerte für Handwerkswölfe mit Mischer liegen zwischen 5 und 25 kW el

Mögliche Einsparpotenziale
Maßnahmen bei NeuanschaffungVoraussetzung / AusgangslageErläuterungEinsparpotenzial
Stand der Technik für elektrische Antriebe (Haupt- und Mischantrieb)
keine Effizienzgewinn durch erhöhte Komponentenwirkungsgradelangfristig
Technische Maßnahmen im Bestand Voraussetzung / AusgangslageErläuterungEinsparpotenzial
Einbindung ins Stromlastmanagement kritisches Stromlastprofil des Betriebs (hohe kostenwirksame Lastspitzen) Verriegeln der Verbraucher über zentrale Steuerung, wenn Stromlast für den gesamten Betrieb kritischen Grenzwert erreichtkurzfristig
Organisatorische Maßnahmen Voraussetzung / AusgangslageErläuterungEinsparpotenzial
Organisatorisches Stromlastmanagement keine möglichst kein Parallelbetrieb und v.a. – Start mit anderen elektrischen Großverbrauchern kurzfristig

Kutter

Funktion und Beschreibung

  • Kutter werden eingesetzt für eine feinere Zerkleinerung (feiner als vom Wolf) und eine bessere Farbe des Fleisches
  • hierbei ist wie beim Wolfen darauf zu achten, dass das zu verarbeitende Fleisch die Temperatur von 7 °C nicht überschreitet – meist wird das durch die Zugabe von Scherbeneis oder Wasser erreicht
Quelle: HWK-Südthüringen BTZ Rohr-Kloster

Energetische Kenndaten

• übliche Anschlusswerte für Handwerkskutter liegen zwischen 9 und 180 kW el

Mögliche Einsparpotenziale
Maßnahmen bei NeuanschaffungVoraussetzung / AusgangslageErläuterungEinsparpotenzial
Stand der Technik für elektrische Antriebe (Haupt- und Mischantrieb)
keine Effizienzgewinn durch erhöhte Komponentenwirkungsgradelangfristig
Frequenzumrichter / Sanftanlauf
mit Maximalstromüberwachung
keinetemporäre Vermeidung von hohen Stromlasten, v.a. bei Geräteanlauf, stufenlose Antriebsregelung kurzfristig
Technische Maßnahmen im Bestand Voraussetzung / AusgangslageErläuterungEinsparpotenzial
Einbindung ins Stromlastmanagement kritisches Stromlastprofil des Betriebs (hohe kostenwirksame Lastspitzen) Verriegeln der Verbraucher über zentrale Steuerung, wenn Stromlast für den gesamten Betrieb kritischen Grenzwert erreichtkurzfristig
Organisatorische Maßnahmen Voraussetzung / AusgangslageErläuterungEinsparpotenzial
Organisatorisches Stromlastmanagement keine möglichst kein Parallelbetrieb und v.a. – Start mit anderen elektrischen Großverbrauchern kurzfristig

Füllmaschinen

Funktion und Beschreibung

  • Einsatz zum Portinieren und Abdrehen von Würstchen durch Ausrüstung mit Abdrehgetriebe, Darmhaltevorrichtung oder Längenportioniervorrichtung
  • Anlagenumfang von reiner Füllmaschine für Würstchen bis hin zu Analgen als Füllwolf zur Herstellung von Rohwurst
Quelle: HWK-Südthüringen BTZ Rohr-Kloster

Energetische Kenndaten

• übliche Anschlusswerte für Füllmaschinen liegen zwischen 4 und 22 kW el

Mögliche Einsparpotenziale
Maßnahmen bei NeuanschaffungVoraussetzung / AusgangslageErläuterungEinsparpotenzial
Stand der Technik für elektrische Antriebe (Haupt- und Mischantrieb)
keine Effizienzgewinn durch erhöhte Komponentenwirkungsgradelangfristig
Technische Maßnahmen im Bestand Voraussetzung / AusgangslageErläuterungEinsparpotenzial
Einbindung ins Stromlastmanagement kritisches Stromlastprofil des Betriebs (hohe kostenwirksame Lastspitzen) Verriegeln der Verbraucher über zentrale Steuerung, wenn Stromlast für den gesamten Betrieb kritischen Grenzwert erreichtkurzfristig
Organisatorische Maßnahmen Voraussetzung / AusgangslageErläuterungEinsparpotenzial
Organisatorisches Stromlastmanagement keine möglichst kein Parallelbetrieb und v.a. – Start mit anderen elektrischen Großverbrauchern kurzfristig

Pökelinjektor

Funktion und Beschreibung

  • Pökeln von Fleisch durch Einspritzen von Lake über ein Nadelsystem
Quelle: HWK-Südthüringen BTZ Rohr-Kloster

Energetische Kenndaten

• übliche Anschlusswerte für Pökelinjektoren liegen zwischen 2 und 8 kW el

Mögliche Einsparpotenziale
Maßnahmen bei NeuanschaffungVoraussetzung / AusgangslageErläuterungEinsparpotenzial
Stand der Technik für
elektrische Antriebe
keine Effizienzgewinn durch erhöhte Komponentenwirkungsgradelangfristig
Technische Maßnahmen im Bestand Voraussetzung / AusgangslageErläuterungEinsparpotenzial
n/a n/a n/a n/a
Organisatorische Maßnahmen Voraussetzung / AusgangslageErläuterungEinsparpotenzial
Organisatorisches Stromlastmanagement keine möglichst kein Parallelbetrieb und v.a. – Start mit anderen elektrischen Großverbrauchern kurzfristig

Tumbler

Funktion und Beschreibung

  • Tumbler ist eine Rotationsmaschine, in dessen Trommel die Fleischstücke durch Umwälzen abgerieben werden
  • maschinelles Massieren von Fleisch nach dem Pökeln (z.B. Kochschinken) zur Herstellung einer zarteren Struktur
  • Verwendung ebenfalls zum Mischen und Marinieren
  • auch mit integrierter Mantelkühlung durch eine Kälteerzeugung und automatischer Zugabe von Lake oder Marinade
Quelle: HWK-Südthüringen BTZ Rohr-Kloster

Energetische Kenndaten

• übliche Anschlusswerte für Handwerkstumbler liegen zwischen 3 und 15 kW el

Mögliche Einsparpotenziale
Maßnahmen bei NeuanschaffungVoraussetzung / AusgangslageErläuterungEinsparpotenzial
Stand der Technik für
elektrische Antriebe
keine Effizienzgewinn durch erhöhte Komponentenwirkungsgradelangfristig
Technische Maßnahmen im Bestand Voraussetzung / AusgangslageErläuterungEinsparpotenzial
n/a n/a n/a n/a
Organisatorische Maßnahmen Voraussetzung / AusgangslageErläuterungEinsparpotenzial
Organisatorisches Stromlastmanagement keine möglichst kein Parallelbetrieb und v.a. – Start mit anderen elektrischen Großverbrauchern kurzfristig

Zerlegung

Säge

Bild einer Säge im Fleischereibetrieb
Quelle: HWK-Südthüringen BTZ Rohr-Kloster

Entschwartungsmaschine

Bild einer Entschwartungsmaschine
Quelle: Fleischerei Grüner Bad Blankenburg

Schneidemaschine

Bild einer Schneidemaschine
Quelle: Landfleischerei Lindig Dobian (Krölpa)
Funktionen und Beschreibung
Zerlegen und portionieren von Fleisch, mit
und ohne Knochen, gefroren oder geraucht
vergleichbare Anwendungen zum Enthäuten
und Entvliesen (Abziehen von Membranen u.ä.)

manuelle bis vollautomatische,
kombinierte Systeme
Streifen- und Würfelschneider
Scheibenschneider und Steaker
gewichtsgenaue Portionierung
manuelle bis vollautomatische Systeme
Energetische Kenndaten
• übliche Anschlusswerte für Handwerksgeräte liegen zwischen 1 und 2 kW el• übliche Anschlusswerte für Handwerksgeräte liegen zwischen 0,5 und 2 kW el• übliche Anschlusswerte für Handwerksgeräte
liegen zwischen 1 und 10 kW el
Mögliche Einsparpotenziale
Maßnahmen bei NeuanschaffungVoraussetzung / AusgangslageErläuterungEinsparpotenzial
Stand der Technik für
elektrische Antriebe
keine Effizienzgewinn durch erhöhte Komponentenwirkungsgradelangfristig
Technische Maßnahmen im Bestand Voraussetzung / AusgangslageErläuterungEinsparpotenzial
n/a n/a n/a n/a
Organisatorische Maßnahmen Voraussetzung / AusgangslageErläuterungEinsparpotenzial
Organisatorisches Stromlastmanagement keine möglichst kein Parallelbetrieb und v.a. – Start mit anderen elektrischen Großverbrauchern kurzfristig

weitere Koch, Back- und Bratgeräte

Kocher

Bild eines Kochers/Kochherdes mit Töpfen
Quelle: Fleischerei Grüner Bad Blankenburg

Kippbratpfanne

Bild einer Kippbratpfanne
Quelle: Fleischerei Grüner Bad Blankenburg

Warmhaltegerät

Funktionen und Beschreibung
Kochen und Braten in Töpfen und Pfannen

eine bis mehrere Herde / Herdplatten

optional mit integriertem Backofen
Garen und Braten durch Kontaktwärme
mit Tiegelboden

Pfannentiegel ist kippbar
Wasserbad (Bain-Marie)

Warmhalteplatten

Wärmestrahler
Energetische Kenndaten
• übliche Anschlusswerte je nach Herdfläche liegen zwischen 5 und 22 kW el für Stromheizungen, bzw. bis zu 28 kW für brennstoffbefeuerte Geräte• übliche Anschlusswerte je nach Bratfläche zwischen 6 und 16 kW el für Stromheizung,
bzw. bis zu 30 kW für brennstoffbefeuerte
Geräte
• übliche Anschlusswerte liegen zwischen
2 bis 7 kW el für Strombetriebene Geräte, bzw. zwischen 4 bis 6 kW für brennstoffbefeuerte Bäder
Mögliche Einsparpotenziale
Maßnahmen bei NeuanschaffungVoraussetzung / AusgangslageErläuterungEinsparpotenzial
brennstoff- statt strombeheizte Anlagen
hohe Planauslastung; für Anlagen zur Hochlastabdeckung u.U. elektrische Anlage zu favorisieren weiteres Einsparpotential stellt die Senkung von Stromlastspitzen dar Energiekosteneinspar-
potential ca. 60%
Produktionsrationalisierung durch Prozessverlagerung auf effizientere Verfahrenentsprechend erhöhtes und gleichmäßige ProduktionsvolumenGar-, Brat- und Backprozesse können je nach Eignung auf Brat- und Backanlagen sowie Heißluftdämpfer verlagert werden, diese Anlagen bieten eine deutlich bessere energetische Verarbeitungsdicht mittelfristig
Technische Maßnahmen im Bestand Voraussetzung / AusgangslageErläuterungEinsparpotenzial
n/a n/a n/a n/a
Organisatorische Maßnahmen Voraussetzung / AusgangslageErläuterungEinsparpotenzial
Organisatorisches Stromlastmanagementelektrische Geräteausführungmöglichst kein Parallelbetrieb und v.a. – Start mit anderen elektrischen Großverbrauchernkurzfristig
Deckel schließenTöpfe und Pfannen werden im Garbetrieb offen verwendetein bedeutender Energieanteil geht mit Wasserdampf verloren und führt zu zusätzlicher Raumwärmebelastungsofortige Energieeinsparung, einzelfallbezogen bis zu 75%
Anlagenauslastung erhöhenLeerlaufzeiten der Anlagen zwischen Kochprozessen Vermeidung von Warmhaltezeiten und damit verbundenem Energieeinsatzsofort

Nebenanlagen #

Spülmaschinen / Kistenwäsche

Funktion und Beschreibung

  • verschiedenste Anwendungen und Größenordnungen von Geschirr- und Gläserspülanlagen für en Gastro-Betrieb bis hin zu Universal- Haubenspülern für z.B. Gastro-Behälter und Kistenwaschanlagen
Bild einer Gastronomie-Spülmaschine
Quelle: Landfleischerei Lindig Dobian (Krölpa)

Energetische Kenndaten

• übliche Anschlusswerte für Spülmaschinen liegen zwischen 3 und 15 kW el

Mögliche Einsparpotenziale
Maßnahmen bei NeuanschaffungVoraussetzung / AusgangslageErläuterungEinsparpotenzial
Energieeffiziente Geräte bei Neuinvestitionen
auf Energieeffizienz-Label achten (A+++)mittelfristig
Abwärmenutzung aus dem
Spülgang
System, welches die Abwärme aus einem Spülgang nutztNachspülwassertemperatur wird durch Umluft-Wärmerückgewinnung abgesenktmittelfristig
Abwärmenutzung aus der
Abluft

System, welches die Abwärme aus einem Spülgang nutzt
Aufheizen des Zulaufwassers durch Wärmerückgewinnung aus der Abluftmittelfristig
Technische Maßnahmen im Bestand Voraussetzung / AusgangslageErläuterungEinsparpotenzial
Warmwasseranschlussausreichend Kapazität des Warmwassererzeugers Spülwasser hat bereits die gewünschte Temperatur oder muss nur noch geringfügig aufgehiezt werden mittelfristig
Einbindung in
Stromlastmanagement
Kritisches Stromlastprofil des Betriebs (hohe kostenwirksame Lastspitzen) Verriegeln der Verbraucher über zentrale Steuerung, wenn Stromlast für den gesamten Betrieb kritischen Grenzwert erreichtkurzfristig
Organisatorische Maßnahmen Voraussetzung / AusgangslageErläuterungEinsparpotenzial
Organisatorisches Stromlastmanagementkeinemöglichst kein Parallelbetrieb und v.a. – Start mit anderen elektrischen Großverbrauchernkurzfristig
Leicht und stark verschmutztes Geschirr trennenmehrere Geschirrspüler vorhanden oder ausreichend GeschirrEnergiesparprogramm bei leicht verschmutztem Geschirr wählensofort
Auslastung des Geschirrspülers Evtl. Mitarbeiteranweisung / Stromverbrauch bei voller oder halber Maschine unterscheidet sich nicht wesentlichSpülmaschine nur voll beladen einschalten sofort

Scherbeneisbereiter

Funktion und Beschreibung

  • Geräte umfassen Herstellung und Lagerung von Scherbeneis
    mit Stärken zwischen 1 und 3 mm
  • zur Temperierung der in der Verarbeitung befindlichen Waren (v.a. Kutter)
  • Lagerkühlung beim Transport und Präsentation von Rohware
Bild eines Scherbeneisbereiters
Quelle: Landfleischerei Lindig Dobian (Krölpa)

Energetische Kenndaten

• übliche Anschlusswerte für Scherbeneisbereiter liegen zwischen 0,5 und 1 kW el

Mögliche Einsparpotenziale
Maßnahmen bei NeuanschaffungVoraussetzung / AusgangslageErläuterungEinsparpotenzial
Stand der Technik
keineEffizienzgewinn durch erhöhte Komponentenwirkungsgradelangfristig
Energieeffiziente Dämmung keine Senkung der Wärmeeinträge, Eislagermittelfristig
Technische Maßnahmen im Bestand Voraussetzung / AusgangslageErläuterungEinsparpotenzial
n/an/a n/a n/a
Organisatorische Maßnahmen Voraussetzung / AusgangslageErläuterungEinsparpotenzial
n/an/a n/an/a

Logistik / Fuhrpark #

Nicht zu unterschätzen sind die Energiekosten im Fleischerhandwerk, die ihre Verkaufsstellen, mitunter mehrmals am Tag mit frischen Waren beliefern. Fahrzeugbezogen sind insbesondere erhöhte spezifische Kraftstoffeinsätze durch die Kühlung bzw. Klimatisierung des Ladebereichs zu beachten.

Mögliche Einsparpotenziale
Maßnahmen bei NeuanschaffungVoraussetzung / AusgangslageErläuterungEinsparpotenzial
Spritsparende Fahrzeuge
Fuhrpark oder einzelne Fahrzeuge sollen erneuert werdenbei Kurzstrecken und Stadtbetrieb eignen sich ggf. Elektrofahrzeuge, Nutzung Start-Stopp-Automatik und Assistenzsystemenlangfristig
Einsatz effizienter Betriebsstoffe
und Komponenten
Wirksamkeit ja nach Fahrzeugart und – Nutzung (Stadt vs. Überlandbetrieb) Einsatz von Leichtlaufölen und
Reifen mit erhöhter Energieeffizienz
mittelfristig
Ordnungsgemäße Wartung Regelmäßige und herstellervorgeschriebene Prüfung und Wartung der Fahrzeug und Komponenten Vermeidung von Mehrverbräuchen durch verschlissene Komponenten und nicht qualitätsgerechter Betriebsstoffe kurzfristig
Optimaler ReifendruckVerwantwortliche festlegen,
ggf. Mitarbeiteranweisung
zu geringer Reifendruck erhöht
den Triebstoffverbrauch
kurzfristig
Fahrertraining Kurse für sparsames
Fahren anbieten
Fahrstil hat Einfluss auf Treibstoffverbrauch kurzfristig
Optimierung der Routenplanung Überprüfen, wann welche Filialen oder zu beliefernde Betriebe / Hotels mit welchen Produktionsmengen angefahren werden müssen Routen optimal planen, ggf. Kompromisse finden zwischen Auslastung der Fahrzeuge und zurückzulegender Entfernung kurzfristig

Quelle/Copyright: GICON – Großmann Ingenieur Consult GmbH

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Letztes Update: 10. Dezember 2025